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Linksfraktion Dinslaken

Ein anderer öffentlicher Personennahverkehr muss her – bürgerfreundlich und preiswert!

Gerd Baßfeld

Die Umfrage und Reaktionen zeigen, dass der ÖPNV in unserer Region unbedingt verbessert werden muss.

Mit der Privatisierung der NIAG im Jahr 2006 hat der Kreis seine Handlungsfähigkeit für den ÖPNV aus der Hand gegeben. Ein schwerwiegender Fehler, der nur korrigiert werden kann, wenn der Kreis und die Kommunen in Zukunft wieder einen eigenständigen Weg einschlagen.

DIE LINKE hat im März 2018 einen Antrag in den Rat der Stadt Dinslaken eingebracht, eine Machbarkeitsstudie zu einem innerörtlichen eigenständigen ÖPNV zu erstellen. Der Antrag wurde mit Mehrheit angenommen.

Hierin wird gefordert, es soll geprüft werden ob eine Trennung des regionalen ÖPNV innerhalb der Stadt Dinslaken zum überregionalen möglich ist und ggf. durch die Stadtwerke oder einer neu zu gründenden Gesellschaft betrieben werden kann.

Der derzeitige ÖPNV ist unbefriedigend. Mangelhafte Taktung und teure Fahrpreise führen zur Unattraktivität und sinkenden Fahrgastzahlen, was wiederum die Folge von Streckenkürzungen/Stilllegungen ist. Diese Abwärtsspirale führt langfristig zu einer weitgehenden Abschaffung des ÖPNV.

Von besonderer Bedeutung ist die Eigentums- und Unternehmerform eines eigenen Verkehrsbetriebes, wer also den Kurs bestimmt und welche demokratische Einflussnahme es gibt.

Die Ziele sollten jedenfalls keine privatwirtschaftlichen-kommerziellen sein. Denn von einer „Wirtschaft-lichkeit“, die sich nur in den Gewinnen eines privaten Unternehmens äußert, haben die Menschen und die Kommune auch nichts.

DIE LINKE beschäftigt sich auch auf Kreisebene mit diesem Thema.  In einer seit März 2018 laufenden Online-Umfrage der LINKEN „Kreis Wesel in falschen Händen?“, in der es unter anderem auch um den ÖPNV geht, werden diesem schlechte Noten ausgestellt. Mehr als 70% sind mit dem jetzigen Angebot unzufrieden. Diese Erkenntnisse werden durch das NRZ-Bürgerbarometer bestätigt.