Soziale Arbeit in Dinslaken braucht Partnerschaft auf Augenhöhe

Fraktion Die Linke Dinslaken

Die Linke Dinslaken unterstützt den Appell der Wohlfahrtsverbände und fordert verlässliche Zusammenarbeit und Transparenz

Die Linke Dinslaken nimmt die jüngste öffentliche Darstellung der Wohlfahrtsverbände – Caritas, Diakonie, Kinderschutzbund und Internationaler Bund – am 24.07.2025 zum Anlass, ihre sozialpolitischen Forderungen zu bekräftigen.

Die Kritik der Wohlfahrtsverbände zeigt, dass die Zusammenarbeit zwischen sozialen Trägern, Stadtverwaltung und Politik über Jahre hinweg ins Stocken geraten ist. Es fehlen verlässliche Kommunikation, echte Einbindung und der politische Wille, die Expertise der Verbände auf Augenhöhe zu nutzen.

Bürgermeisterkandidat Dieter Holthaus betont: „Die Freien Wohlfahrtsverbände sind tragende Säulen der kommunalen Selbstverwaltung. Ohne sie ist soziale Gerechtigkeit in Dinslaken nicht möglich. Ihre Stimme muss endlich gehört werden.“

Die Verbände leisten zum Beispiel unverzichtbare Arbeit in der offenen Ganztagsbetreuung, Kinder- und Jugendhilfe, Familien- und Schuldnerberatung, Wohnungslosenhilfe, Suchtberatung, Integrationsarbeit und der Begleitung geflüchteter Menschen. Dies wo oft dort staatliche Strukturen an Grenzen stoßen.

Holthaus ergänzt: „Was die Wohlfahrtsverbände formulieren, ist ein Alarmsignal. Es zeigt, dass sich strukturell etwas ändern muss. Wir nehmen die Kritik sehr ernst.“

Wichtig sind verbindliche Finanzierungszusagen und die Sicherung der Arbeitsplätze für eine tragfähige Planungssicherheit. Die von der Landesregierung (CDU und Grüne) geplante Kürzung der Mittel im Landeshaushalt 2025 wurde nach Massenprotesten von 83 auf 43 Millionen Euro reduziert, gefährdet aber weiterhin die Existenz der Freien Wohlfahrtsverbände.

Die Linke hält es für dringend erforderlich eine regelmäßige, strukturierte Kommunikation mit den Wohlfahrtsverbänden, um soziale Herausforderungen frühzeitig gemeinsam anzugehen. Die Verbände sollen fest in kommunale Entscheidungsprozesse eingebunden und als gleichberechtigte Partner auf Augenhöhe behandelt werden. Außerdem ist eine sichere und langfristige Finanzierung sozialer Angebote wie Ganztagsbetreuung, Familienhilfe und Integrationsarbeit notwendig. Die Zusammenarbeit zwischen Politik und Trägern muss offen und transparent gestaltet werden, um Vertrauen zu schaffen. Soziale Investitionen müssen als wichtige Zukunftssicherung anerkannt werden, da Prävention und Teilhabe langfristig Kosten sparen.

Nach der Kommunalwahl plant Die Linke ein Spitzentreffen mit den Trägern der Wohlfahrtsverbände, um einen verbindlichen Dialog zu etablieren und Lösungen zu erarbeiten. Dazu werden alle demokratischen Parteien eingeladen.

Holthaus abschließend: „Dinslaken braucht ein solides soziales Fundament – kein Sozialmanagement nach Kassenlage. Politik muss zuhören, einbinden und gemeinsam mit den sozialen Trägern an einer gerechten Stadt arbeiten.