Die Linke: Café Komm muss weiter finanziert werden
Am 20. Januar hatte die Diakonie im evangelischen Kirchenkreis Dinslaken zu einem Treffen eingeladen, um über die prekäre finanzielle Situation des Arbeitslosenzentrums Café Komm zu berichten. An der Zusammenkunft nahmen Mitglieder der Stadtrats- und Kreistagsfraktion der Linken teil.
Die Verträge zur Finanzierung mit den Städten Dinslaken (8.305 Euro), Voerde (3.631 Euro) und dem Kreis Wesel (7.800 Euro) sind zum 31. Dezember 2025 ausgelaufen.
Bis Ende März werden die Kosten nun aus kirchlichen Geldern bestritten, danach droht die Schließung der Einrichtung.
„Angesichts der sozialen Situation vieler Menschen darf ein so wichtiges Unterstützungsangebot nicht einfach geschlossen werden. Wir setzen uns für die Weiterfinanzierung des Café Komm ein.“, erklärt Siri Stölter, Vorsitzende der Fraktion Die Linke im Stadtrat Dinslaken.
Das Beratungszentrum Café Komm bietet seit Jahrzehnten Unterstützung und konkrete Hilfen in den Bereichen der Allgemeinen Sozialen Beratung, der Erwerbslosenberatung, der Antragshilfen, der Bewerbungshilfen und der Schuldner- und Insolvenzberatung.
Im Falle der Schließung würde darüber hinaus tägliche Angebote wie Unterstützung bei der Stellensuche, Bewerbungshilfen und die Überprüfung von Bescheiden im Bereich des SGB II und SGB III wegfallen.
Nach eigenen Angaben hat das Café Komm im vergangenen über 11.000 Menschen erreicht, davon mehr als die Hälfte im persönlichen Kontakt in der Beratungsstelle.
„In schwierigen Lebenssituationen ist die persönliche Beratung für viele Menschen in sozialen Schieflagen der erste Schritt, um diese anzugehen und zu überwinden. In Zeiten steigender Kosten und einem erhöhten Armutsrisiko bedeutet der Wegfall von Unterstützungsangeboten eine Verschärfung der Situation. Hier vergleichsweise geringe Beträge einzusparen ist sehr kurzfristig gedacht und nicht im Sinne der Dinslakener Bürger*innen. Unsere Fraktion fordert wie schon 2020 einen Runden Tisch, der die Weiterfinanzierung des Café Komm sicherstellt.“, so Stölter abschließend.

