Die Linke Dinslaken: Kreis Wesel muss Demenzberatung vor Ort sichern
Die Linke Stadtverband Dinslaken sieht nach dem Aus für die Demenzberatung im Schlosscafé den Kreis Wesel in der Pflicht. Die AWO gibt das seit 2008 bestehende Angebot im Meta-Dümmen-Haus zum Oktober auf, weil sie es nicht mehr kostendeckend finanzieren kann. Der städtische Zuschuss von jährlich rund 70.947 Euro entfällt damit.
„Wir haben Verständnis für die Lage der AWO. Ein Verband, der gerade erst ein Insolvenzverfahren hinter sich gebracht hat, kann ein dauerhaft unterfinanziertes Angebot nicht aus eigener Kraft weitertragen“, sagt Stadtverbandssprecherin Laetitia Knüfer. „Aber der Bedarf verschwindet ja nicht, nur weil der Träger wegfällt.“
Die Linke fordert deshalb, dass der Kreis Wesel als zuständiger Träger der Alten- und Pflegeberatung dafür sorgt, dass es in Dinslaken weiterhin eine wohnortnahe Anlaufstelle für Demenzerkrankte und ihre Angehörigen gibt.
„Für viele Angehörige war das Schlosscafé die erste Adresse nach einer Diagnose. Sie jetzt nach Wesel oder Moers zu schicken, ist keine Lösung“, so Knüfer. „Demenzberatung muss dort stattfinden, wo die Menschen leben. Der Kreis muss erklären, wie er diese Lücke schließt, und die Stadt muss diese Forderung mit Nachdruck vertreten, statt den Wegfall nur als Haushaltsentlastung zu verbuchen.“
