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Die Linke Dinslaken: Schulsozialarbeit an Grundschulen darf nicht auf Kante genäht sein

Die Linke Dinslaken

Die Linke Stadtverband Dinslaken kritisiert die Kürzung der Schulsozialarbeit an den Dinslakener Grundschulen. Statt der fachlich erforderlichen 4,2 Stellen sind im laufenden Schuljahr nur noch 2,33 Stellen finanziert. Selbst diese sind erst gesichert, weil die Stadt bis zu 50.000 Euro aus dem weggefallenen Zuschuss für die AWO-Demenzberatung nachschießt.

„Die Verwaltung schreibt selbst, dass eine dauerhafte Kürzung der Schulsozialarbeit später zu mehr Bedarf in den Hilfen zur Erziehung und zu zusätzlichen Kosten für die Stadt führen kann. Genau das passiert hier“, sagt Stadtverbandssprecherin Laetitia Knüfer. „Wir sparen heute an der Prävention und zahlen morgen für die Folgen.“

Besonders kritisch sieht Die Linke, wie die Lücke geschlossen wurde. „Dass diese 2,33 Stellen nur deshalb stehen, weil ein anderes soziales Angebot weggebrochen ist, ist kein Erfolg, sondern ein Offenbarungseid“, so Knüfer. „Soziales gegen Soziales aufzurechnen kann nicht die Dauerlösung sein. Und was passiert im nächsten Schuljahr, wenn nichts mehr wegfällt, das man umschichten kann?“

Die Linke fordert, die Schulsozialarbeit an den Grundschulen dauerhaft im erforderlichen Umfang von 4,2 Stellen abzusichern und die HSK-Maßnahme 91 zurückzunehmen. Vor allem aber müsse Schulsozialarbeit endlich als Pflichtaufgabe gesetzlich verankert werden. „Solange Schulsozialarbeit als freiwillige Leistung gilt, steht sie in jeder Haushaltskrise wieder auf der Streichliste. Das ist der eigentliche Konstruktionsfehler“, sagt Knüfer. „Wer sie zur Pflichtaufgabe macht, nimmt sie aus dem Zugriff des Rotstifts.“ Zugleich sieht die Partei das Land NRW in der Pflicht: Die Förderung von 130.000 Euro deckt die realen Tarifkosten der freien Träger nicht.

„Johanniter und Caritas machen gute Arbeit, aber sie können nicht auf Dauer Personal halten, wenn die Förderung hinter den Tarifen zurückbleibt“, sagt Knüfer. „Das Land muss die Schulsozialarbeit endlich auskömmlich und verlässlich finanzieren, statt die Kommunen jedes Jahr neu zittern zu lassen.“

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