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DIE LINKE. Fraktion im Kreistag Wesel; Linksfraktion Dinslaken

Zechenwerkstatt Lohberg: LINKE fragt Denkmalschutz-Aufsicht an

Jahrzehntelange Untätigkeit werfen die Fraktionen der LINKEN im Weseler Kreistag und im Dinslakener Stadtrat den Denkmalschutzbehörden im Zusammenhang mit der denkmalgeschützten und mittlerweile zur „Schrottimmobilie“ verkommenen ehemaligen Zechenwerkstatt der Dinslakener Zeche Lohberg vor.

„Die Sanierungskosten für die Außenhülle des Gebäudes müssen von der RAG als Eigentümerin getragen werden, sie dürfen nicht die Allgemeinheit belasten“, stellt der LINKEN-Stadtrat Dieter Holthaus die Position seiner Fraktion dar.

Jahrzehntelange Untätigkeit werfen die Fraktionen der LINKEN im Weseler Kreistag und im Dinslakener Stadtrat den Denkmalschutzbehörden im Zusammenhang mit der denkmalgeschützten und mittlerweile zur „Schrottimmobilie“ verkommenen ehemaligen Zechenwerkstatt der Dinslakener Zeche Lohberg vor.

„Die Sanierungskosten für die Außenhülle des Gebäudes müssen von der RAG als Eigentümerin getragen werden, sie dürfen nicht die Allgemeinheit belasten“, stellt der LINKEN-Stadtrat Dieter Holthaus die Position seiner Fraktion dar.

Warum es seit dem ersten, bereits aus dem Jahr 1992 stammenden Gutachten ‚Zum Denkmalwert der Zeche Lohberg 1 / 2 in Dinslaken‘ nicht zu regelmäßigen Instandsetzungsarbeiten an der Zechenwerkstatt gekommen ist, ist für Dieter Holthaus „völlig unverständlich. Da hat offenbar die Denkmalaufsicht versagt“.

Nun soll auf Anfrage der Kreistags-Linken der Kreis als Obere Denkmalbehörde erläutern, wie er seinen Aufsichts- und Beratungspflichten im Zusammenhang mit der Zechenwerkstatt nachgekommen ist. Immerhin, so DIE LINKE, sei der gutachterlichen Stellungnahme des Rheinischen Amtes für Denkmalpflege zu entnehmen: ‚Die Werkstatt ist sozialhistorisch und als Teil der Gesamtanlage bedeutend.‘

DIE LINKE verweist auch auf das Denkmalschutzgesetz NRW. Demnach ist die RAG für den Schutz und die Pflege der Zechenwerkstatt verantwortlich. Dort heißt es, dass die Eigentümer ‚ihre Denkmäler instand zu halten, instand zu setzen, sachgemäß zu behandeln und vor Gefährdung zu schützen‘ hätten, ‚soweit ihnen das zumutbar ist.‘

„Die RAG hat das Geld, sie hat sich aber jahrelang gedrückt und will sich jetzt das Gebäudes entledigen, damit die öffentliche Hand zahlt“, kritisiert der Fraktionsvorsitzende der LINKEN im Kreistag, Sascha H. Wagner.

Die Dinslakener Linksfraktion sprach sich vor diesem Hintergrund in der letzten Hauptausschusssitzung gegen den Ankauf der Zechenwerkstatt aus, weil nach ihrer Ansicht die Instandsetzungskosten für die Außenhülle des Gebäudes erst einmal allein die RAG als Eigentümerin tragen müsse.

DIE LINKE fordert neben der Übernahme der Sanierungskosten durch die RAG auch die kostenlose Überlassung des Bergbaukulturerbes an die Stadt Dinslaken.

Nun soll die Frage beantwortet werden, welche Schritte die Obere Denkmalschutzbehörde im Zusammenhang mit der Zechenwerkstatt veranlasst hat - und ob die Stadt Dinslaken als Untere Denkmalschutzbehörde in den vergangenen Jahrzehnten überhaupt einmal um Beratung und Unterstützung gebeten hatte.

Die Linksfraktionen in Kreistag und im Dinslakener Stadtrat sind der Auffassung, dass die Stadt Dinslaken nach dem Denkmalschutzgesetz hätte handeln müssen. Dort heißt es: “Soweit die Eigentümer und sonstigen Nutzungsberechtigten den Verpflichtungen nach Absatz 1 nicht nachkommen, kann die Untere Denkmalbehörde nach deren Anhörung die notwendigen Anordnungen treffen.“

 

Die Anfrage im Wortlaut.

Die Begründung des Denkmalwerts der Zeche Lohberg aus dem Jahr 1999 mit Verweis auf die Gutachten seit 1992.